Wheels on Woods

WHEELS ON WOODS

Riding Through A Forrest

In den Wäldern Österreich’s  wo sonst Hasen, Rehe und Hirsche ihr Business betreiben, tummelten sich jetzt  Rayn Decenzo, Gustavo Ribeiro, Giovanni Vianna, Mauro Iglesias and Luiz Francisco herum. Wir haben Seppi Scholler ein paar Fragen zu „Wheels on Woods“ gestellt. Fotos — Julien Deniau

Wie kamst du auf die Idee zu diesem Projekt?

Ich war schon immer fasziniert von dieser Welt, der Lichtstimmung, diesem ganz speziellen Look und der Energie die der Wald generell hat. Durch meinen Hund, den ich seit drei Jahren habe, war ich recht viel im Wald unterwegs. Dadurch wurde alles noch viel intensiver für mich und ich dachte mir so oft, dass es cool wäre, wenn da jetzt noch jemand mit dem Brett durchheizen würde. Außerdem habe ich generell einen Faible dafür,  Dinge die nicht zusammen gehören zu kombinieren. Ich habe immer wieder ganz spezielle Bilder im Kopf, die ich dann unbedingt umsetzten will. Davon gab es bei diesem Projekt dann einige. Man könnte sagen ich hatte da schon eine „Vision“ und nein ich hatte die ohne dass ich von den Pilzen im Wald genascht hab. (lacht!)

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In welchen Wäldern habt ihr das gedreht?

Nach einigen Recherchen und Gesprächen mit verschiedenen Waldpächtern/-Besitzern stellte sich heraus, dass Onkel Hansi (Der Onkel von Simon Gschaider, einem unserer Snowboard-Teamrider von LOVE) den absolut perfekten Wald mit verschiedenen Vegetationen besitzt. Onkel Hansi war auch so nett uns seinen Segen zu geben, so dass wir uns in seinem Wald komplett kreativ ausleben konnten. Allgemein kann man sich vorstellen wie mühsam das mit Behörden und Förstern ist. Bei so einer Projektgröße kann man auch nicht einfach hingehen und sagen: „Ja fuck it, was soll’s, das drehen wir einfach Gangster-Style ohne Genehmigungen.“  Sonst hätten wir, wie man in wienerisch so schön sagt ,“An Aufdrahden“ gehabt“. Die Location ist in Pernitz in Niederösterreich, circa eine Stunde von Wien entfernt. Das Ganze war auch logistisch perfekt, weil Wien einen internationalem Flughafen hat. Aber das Dorf an sich ist eher ein kleines, verschlafenes, niederösterreichisches Dorf wie aus einem schönen Heimatfilm.

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Wie war die Herangehensweise für so ein Projekt?

Von der Grundidee und einigen Vorstellungen, wie gewisse Bilder und Spots auszusehen haben, bis hin zur Umsetzung war es über ein Jahr. „Preparation is the key“, könnte man sagen, sprich Pre-Production gab es von Spots. Dann, nachdem die Location gefunden war, wurde alles mehrmals besichtigt und abgegangen. Einige Spots hat uns ja auch der Wald an sich vorgegeben, wie zum Beispiel die Cliff-Section oder auch wie und wo das große Roadgap steht. Es war ein Wechselspiel aus konkreten Spots, die ich im Kopf hatte und Plätzen die uns der Wald vorgegeben hatte. Speziell hier war es echt perfekt wie vielseitig unser auserwählter Wald war. Bei einem Projekt mit so einem Ausmaß hat es verschiedene Abteilungen und jede davon braucht Zeit, Energie und Planung. Dazu gehörten auch mehrmalige Skype-Talks mit Julien Deniau zum Thema „Setup-Design“. Hier wurde besprochen, wie das Setup genau dekoriert wird, damit das Ganze nicht wie ein plumper Skatepark im Wald aussieht, sondern dass das Ganze homogen mit dem Wald verschmilzt. Zudem waren Gespräche mit DP und anderem Kamera-Teams sowie ARRI zur technischen Umsetzung nötig. Dazu kamen noch das Zusammenstellen eines visuellen Konzepts, die Erstellung eines Shootingplans und die Geschenke für die Rider. Wir sind halt sehr Detail verliebte Perfektionisten. Definitiv wäre das Projekt nicht möglich und machbar gewesen, wenn nicht ein komplettes Team aus Produktion und Skatern gemeinsam zusammen gearbeitet und so viel Energie reingesteckt hätte. Ein riesen Danke an alle Beteiligten, die wirklich alles gegeben haben damit dieses Projekt so speziell wird. Jedem Einzelnen muss man Danke sagen. Vor allem aber auch nochmal Danke an die mit Abstand beste Producerin ever  – Pizzi Petrovsky. Dank ihrer Vielseitigkeit, Belastbarkeit, Empathie und Vielem mehr, wurde das Prohekt überhaupt möglich.

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Gab es Komplikationen dieses Projekt umzusetzen?

Natürlich gab es unzählige Herausforderungen, ich meine echt fette Herausforderungen! Das Wetter war sicherlich vom Rampenbau bis hin zum Dreh immer wieder sehr fordernt, von Regenfällen beim Aufbau, bei denen das Gelände halb unter Wasser stand, bis hin zur mega Unwetter- und Sturm Warnung, bei der wir am nächsten Morgen nicht wussten ob die Quater noch steht oder vom Wind weg getragen wurde. Diese riesen-Setups abzudecken und zu schauen, dass das Ganze halbwegs witterungsbeständig ist, war auch alles andere als easy. Der Rampenbau war sicherlich auch ein nicht einfach umzusetztender Punkt, bei dem der Rampenchef von M-Ramps wirklich alles gegeben hat. Die Spots an sich waren auch alles andere als leicht zu fahren. Kurze Run-Ups, unebene Böden und die Tatsache, dass wenn man mal blöd links oder rechts abbiegt, man direkt im Baum hängt oder in einem Felsen. Das machte es nicht leichter. Kein Spaß, das Setup und vor allem alle großen Spots zu skaten war teilweise echt Hardcore, auch wenn wir Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatten. Man wächst mit der Herausforderung. Ich glaube es war ab Projektbeginn, sprich dem Abend vor dem ersten Drehtag, an einem gewissen Punkt der „Point of no Return“ überschritten. Uns war allen klar, dass egal was auch immer noch passieren wird, wir das schaffen werden und irgendwie meistern und lösen müssen. Gott sei Dank war es auch so.

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Wie kam diese Prominente Rider Liste zusammen.

Das ist sehr viel Pizzi, unserer Produzentin zu verdanken. Sie hatte Giovanni, Mauro und Gustavo an Board geholt. Auf Luiz wurde ich durch IG aufmerksam. Ryan wurde über Red Bull dazu geholt. Auch wenn alle sofort nachdem sie das Konzept und die Setup-Skizzen gesehen hatten begeistert von dem Projekt waren, war es auf jeden Fall auch eine Challenge alle Rider mit allen Terminen und anderen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Generell wollten wir einen guten internationalen Mix an Routinees und wirklich hungrigen Kids haben, die eine Chance verdient und riesen Potential haben. Ich fand die Zusammenstellung der Fahrer top. Ein bisschen wie eine Fußballmannschaft, bei der man einen routinierten erfahrenen Legionär (Ryan) und die brennenden hungrigen Young-Gunz hat. Auch wie und was jeder fährt hat super zusammen gepasst und sich sehr gut ergänzt. Jeder von den Fünf ist ein Top Allround Skater, aber jeder hat dann auch nochmal so ganz spezielle Stärken. Vor allem bei den großen Spots hat es die Gruppendynamik gebraucht, damit die Spots auch gefahren wurden und auch hier kam der Funken mal von Ryan und mal von einem der anderen. Top Mannschaft quasi.

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Was waren die lustigste Situation beim Dreh?

Das war straight Business – all killer no filler – Lets make history, oida – da gibts nix zu lachen. Na scherz (lacht!) Ich sag jetzt nicht, dass wir in einem durch gelacht haben, aber es gab auf jeden Fall immer wieder lustige Momente, und der Wiener Schmäh is ja allgemein bekannt. Wir sind keine Kinder von Traurigkeit. Also man könnte sagen: Es war eine 10-tägige emotionale Achterbahnfahrt mit mega Happy End :) Aber ja, ich glaube wenn man nicht das ganze Team und alle bei Laune hält und schaut, dass das ein gutes, positives und unterhaltsames Abenteuer ist, dann wäre das Ganze am Ende vielleicht eher eine Qual.

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Hattest du schon so ein großes und kreatives Projekt gemacht?

Wir haben auf jeden Fall schon einige Filmprojekte gemacht und jedes große Projekt von uns ist immer speziell und kreativ, aber dieses Projekt war mit abstand das größte. Aber „Step up or Step back“ wie man so schön sagt.

Welche waren das?

Die Snowboard Projekte „Game On“ und „Santa Squad“ waren sicherlich speziell und kreativ. Auch wenn ich aus der Großstadt komme und mit Skateboarden und Skateboard filmen aufgewachsen bin, waren meine bis dahin großen Projekte alle im Snowboarden.

Planst du weiterhin solche Projekte?

Nein, nie wieder! (lacht!) Doch, wir/ich haben einen extrem starken Drang Dinge zu kreieren und wir sind schon am zusammenschrauben der nächsten großen Projekte.

Willst du uns schon ein bisschen was verraten?

Nein, auch wenn es mir schwer fällt, da ich gerne tratsche, aber den Bang-Knall-Effekt bei solchen Projekten zu haben, ist etwas schönes und wichtiges und das wollen wir uns allen ja nicht kaputt machen. Aber soviel sei gesagt…ES WIRD OARG!

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