Nachtschicht by Thomas Gentsch

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nacht
schicht.

by thomas gentsch

„I like to skate at night…when no one’s around“ – diese berühmte Ad-Quote von Marc Johnson in einer Emerica Ad aus dem Jahre 2000 beschreibt sehr treffend die Vorteile, die man als Skateboarder im Schutze der Dunkelheit genießen kann. Zwar arbeiten in Deutschland nahezu 10% der Bevölkerung in der Nacht, tun dies allerdings meist in der Gastronomie oder dem öffentlichen Dienst. Orte, an denen sich Skatespots finden – seien es Schulen, Industriegebiete oder auch Spots in der City – sind zu später Stunde meist verlassen und laden zu einer Session ohne den täglichen Stress mit Passanten oder Hausmeistern ein.

Leider gibt es dabei meist nur ein gravierendes Problem: Die spärliche Beleuchtung. Da es jedoch in der Natur eines jeden Skateboarders liegt, einen Trick, den er sich einmal vorgenommen hat, „komme, was wolle“ zu schaffen, begannen Jamie Thomas, Ty Evens und viele andere Filmer Anfang des neuen Jahrtausends damit, stets einen Generator und Lampen im Van zu haben.

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Willow – Kickflip to fakie

Ich war seit drei Monaten nicht mehr Skaten – aber Gentschy macht’s möglich. Ja, wann hat man schon die Möglichkeit, mit Generator nen Spot wie die Ramersdorf-Banks auszuleuchten und zu Skaten? Die Session war ne Wucht. Hat sich angefühlt wie Amiland, nur 20 Grad kälter. Danke an Gentschy für die geile Aktion. Immer wieder bitte. Love Willow

So war man nicht nur unabhängig vom Tageslicht (was gerade bei weiten Autofahrten ein wichtiger Faktor ist), sondern konnte auf einmal auch Spots skaten, an denen es tagsüber nahezu unmöglich war, auch nur fünf Minuten ungestört zu rollen. „No excuse equipment“ wurde zu einem Terminus, der sich irgendwann auch in Deutschland etablierte, allerdings eher in der „soften Variante“, sprich, mit Holzplatten, Blech, ein bisschen Werkzeug und Blitzzement. Dass man stets einen Generator im Van hatte, blieb eher Ausnahme als Regel. Aber wenn sich einmal die Möglichkeit ergibt, man das passende Fahrzeug und Equipment hat, sollte man diese Möglichkeit definitiv in Betracht ziehen.

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Deniel Cremer – Treflip

Als ich das laute Brummen des Generators hörte und das helle Licht auf einmal das Double-Set beleuchtete, fühlte ich mich so, als ob ich in einem 90er Jahre Skate-Video gelandet wäre. Es macht das Ganze viel aufregender und die Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich.. Deniel Cremer

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Josh Junkes – fs Crookekd

Ich war schon mal mit Gentsch an dem Spot, aber an diesem Tag war es schon zu dunkel. Er meinte, wir sollten die Tage dort wieder mit einem Generator hin und als wir dann ein zweites Mal mit Lichtern am Spot waren, war das Feeling einfach nur killer. Wir bauten schnell die Lampen auf, warfen den Generator an und tüteten den Fs Crooks schnell ein. Thanx for the damn good sesh, bro! Josh Junkes

Als ich Anfang Dezember mit Sorge auf die Fotooptionen der kommenden Monate blickte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. „Wir haben ja vier Baustrahler und einen Generator bei Titus“, schoss es durch meinen Kopf. Vorbei die Sorgen und der Stress, den spärliches Tageslicht für Skater und Fotografen mit sich bringt. Anfängliche Bedenken, der laute Stromerzeuger würde Sessions schnell beenden, zerstreuten sich sehr schnell. Eher wird eine solche Aktion, sollte man denn mal auf Passanten treffen, als „eine erst recht professionelle“ angesehen, die „dann schon ihre Berechtigung hat“. Die Motivation der Fahrer stieg ebenfalls bei all den Sessions, da es schon beeindruckend ist, wie hell man einen eigentlich dunkeln Spot mit diesem Equipment erleuchten kann.

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Dennis Naujoks – fs 50/50

In der Dunkelheit skaten hat eine ganz eigene Magie. Das Wissen, dass eigentlich alles in Ruhe verfällt, die Umgebung nicht mehr so belebt ist, so manch einer schon schläft und man dann anfängt die Session zu starten, hat für mich irgendetwas befreiendes und ist schon fast ein kleiner Kampf gegen die Norm. Dennis Naujoks

Und für mich, der sich im Gegensatz zum Skater eher weniger bewegt, bedeutete das Aufbauen der Strahler, Verlegen der Kabel, Anwerfen des Generators, Aufbauen der Blitze, die nervliche Anspannung und nach all dem erst mit dem Fotografieren zu beginnen vor allem eins: Auch mir war spätestens dann warm!

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Bartosz Ciesielski – bs Lipslide

Generator Sessions haben für mich immer einen ganz besonderen Missionscharakter. Nachts kommt bei mir nochmal mehr das „Auge des Tigers“ zum Vorschein. Ich bin fokussiert auf den Trick und den Spot wie eine Katze auf der Jagt, da es ja auch meißt tagsüber ein bust Spot ist. Wenn das Generator Geräusch ertönt, ist der Tag und alles außenrum vergessen und es heißt, 110 Prozent Mission!! Bartosz Ciesielski

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