Jost Arens Interview

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JOST ARENS INTERVIEW

Interview – Thomas Gentsch, Dennis Ludwig

Fotos – Thomas Gentsch

Es war 2011 in den Katakomben des Velodroms in Berlin, als ich mit Andy Newchurch und einigen Brasilianern dort unten eine kleine Pause vom Contest-Geschehen der „T-Mobile Extreme Playgrounds“ einlegte. Plötzlich standen da zwei „Erwachsene“, die, wie sich alsbald herausstellte, die Eltern von Jost Arens waren. Jost durfte den Contest aufgrund seines Gewinns der Titus Locals Only Competition mitfahren und war DER 15-jährige deutsche Shooting-Star des Events – vor allem, weil er wenige Minuten zuvor einen bis dato fast ebenso unbekannten Skater namens Shane O´Neill abgezogen hatte. Jost wäre, wie seine Eltern damals mit stolzer Miene behaupteten, prädestiniert dafür, eine Karriere im Skateboarding zu starten, was nicht allzu weit hergeholt schien nach einem 3. Platz auf einem solchen Event. Dennoch war Jost noch ein „kleiner Bube“ damals und man weiß ja nie, was die Zukunft nach der Pubertät so bringen möge. Spulen wir 9 Jahre vor. Jost ist mittlerweile Profi Skateboarder bei Titus, fährt zudem für Adidas und Red Bull, wurde 2017 und 2018 deutscher Meister, ist im Olympia Kader und mit seinen jungen 22(!) Jahren noch nicht mal auf der Höhe seiner Karriere im Skateboarding angelangt. 22 Jahre – wie kann man nur schon in einem solch jungen Alter derart viel erreicht haben?“, fragt man sich da unweigerlich. Somit ist es mehr als legitim, dass Jost Arens mal etwas ausgiebiger zu Wort kommt, in einem Print-Magazin, welches genauso lange existiert, wie er als gesponserter Skater durch die Gegend pusht.  Here comes Jost Arens, ohne H, aber mit verdammt viel Pop und Skills auf diesem Ding mit 2 Achsen und 4 Rollen. Der ehrliche Skater „von nebenan“ aus Warendorf, Vorhang auf!
Thomas Gentsch

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Varial Kickflip

Nabend, Jost. Einmal einen kurzen Intro Run-Down, bitte! Jaaa, ich bin Jost Arens, ohne H, bin 22 Jahre alt und wohne derzeit in Köln… …der besten Stadt der Welt… …genau, der besten Stadt der Welt! Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen und ich würde sagen, „Interview done“, oder? Also, du wohnst nicht mehr in Warendorf, wo du ursprünglich herkommst? Nein, nicht mehr in Warendorf. Gott sei Dank! Die Bauern haben mich verlassen, hahaha. Oder besser, Ich die Welt der Bauern und der Landwirtschaft. Hast du denn niemals mit dem Gedanken gespielt, ganz im Sinne der Heimat Bauer zu werden? Auf Gar keinen Fall! Nene! Was wollte ich denn immer werden? Ich glaube Sozialarbeiter oder sowas war immer mein Berufswunsch. War es dein Kindheitstraum, Sozialarbeiter zu werden? Nee, oder?! Da will man doch Polizist oder Feuerwehrmann werden, oder? Absolut, ja, oder Astronaut. Ich glaube, wenn ich an ganz frühe Ideen, was den späteren Job angeht, denke, wollte ich Steinmetz oder so’n Scheiß werden, hahaha. Dann hatte ich Bock auf Tischler oder Schreiner und irgendwann kam echt der Gedanke, Sozialarbeiter zu werden. Mich um Obdachlose und so kümmern, da hatte ich irgendwie voll Bock drauf. Keiiiine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin, hahaha. Wie alt warst du damals, als diese Ideen aufkamen, weißt du das noch? Das müsste so mit 15 Jahren etwa gewesen sein… Ja gut, das ist dann ja doch schon relativ alt, in dem Sinne… …ja, und danach fing es dann an mit Skaten und dem damit verbundenen Business…Wann genau hast du angefangen mit Skaten? Boah, ich müsste so vier Jahre alt gewesen sein, als ich das erste Mal auf dem Board stand. So richtig angefangen habe ich dann aber etwa mit neun Jahren. Das war dann im Jahre…? …vor zwölf Jahren, also etwa so 2008 oder 2009. Was ist denn deine allererste Kindheitserinnerung? Also, egal ob mit oder ohne Skateboard. Hast du da irgendwas, wo du sagst: „Boah, da war ich erst 2 oder 3, aber daran erinnere ich mich noch genau“? Ich meine, sowas ist ja schon irgendwie etwas Besonderes oder Prägendes, im Falle des Falles. Boah, da fragst Du mich was! DA muss ich echt überlegen… Ludi: Ich weiß es noch ganz genau. Wir lebten damals in einer ganz kleinen Wohnung in Essen, also ich mit meinen Eltern. Da hat mir meine Mutter mal richtig hart den Arsch versohlt, im Schlafzimmer meiner Eltern, ich habe so krank geheult damals, hahaha. Da muss ich so vier Jahre alt gewesen sein… Boah, fuck, das ist ja SO hart… Gentsch, weißt DU das denn von dir…? Ohhh, yooo, es gab bei uns im Kindergarten immer so rote, gelbe und blaue Schippen und alle wollten immer die Blauen haben und mit „alle“, meine ich alle Jungs. Alle waren der Meinung, die Blaue sei die Beste. Also die Schippen waren natürlich auch immer die Gleichen, hahaha. Daran erinnere ich mich noch gut und denke, da müsste ich so fünf Jahre alt gewesen sein. Die Roten waren wahrscheinlich eher für die Mädchen, oder? Ja, genau. Um die Blauen haben sich auf jeden Fall immer alle gekloppt. Und damals hattest dann schon deinen ersten Kontakt mit einem Skateboard? Weil du ja meintest, dass du mit etwa vier Jahren schonmal drauf gestanden bist…? Naja, das war eher so ein „drauf krabbeln“, hahaha. Durch meinen (älteren, mittlerweile 26-jährigen) Bruder und meinen Vater wusste ich auf jeden Fall schon immer, was ein Skateboard ist. Hatten die beide ein Board? Naja, mein Vater ist vor (gefühlt) etwa 40 Jahren so ein bisschen rumgecruised, halt auch nicht lange, irgendwann war dann wahrscheinlich das Kiffen wichtiger, haha. Dann fing aber auch mein Bruder an zu Skaten. Also der ist auch zehn Jahre oder so gefahren.

die Bauern haben mich verlassen, hahaha Oder besser, Ich die Welt der Bauern

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fs Feeble

…aber, so einen exan „ersten Moment“ hast du nicht? Ich habe damals Mitte der Achtziger bei uns im Dorf zwei Mädels kennengelernt, die alte Rollschuhe auf ein Brett genagelt hatten, also die Achsen und Rollen. Gab es sowas bei dir nicht? Ich meine, das war ja auch eine andere Zeit, aber…? …wie alt warst DU da…? Puh, vielleicht acht Jahre. Danach hatte ich dann ein neongelbes „Penny Board“, so ein schmales Plastikteil, und dann kam mit elf Jahren ein „California Sun“ Billigboard. Boah, Jetzt fällt es mir ein: Das Erste, woran ich mich in meinem Leben erinnern kann, ist, als ich die Treppen (in meinem Elternhaus) runtergefallen bin. Da war ich zwei Jahre alt und fiel gefühlt ein komplettes Stockwerk runter. Da hatte meine Mutter unten die Tür geöffnet und ich wollte auch schnell runter, wie Kinder halt sind, wenn es klingelt und dann bin ich die komplette Treppe runter geslammt…! OK, zurück zum Skateboarding – wann hast du dann dein erstes richtiges Board bekommen? Das war zu Weihnachten, da bin ich dann auch schon ziemlich viel (mit den Boards, die wir so im Haushalt hatten) geskatet. Damals habe ich aber auch noch viel Fussball gezockt, wobei mein Vater Skaten schon immer cooler (als Fussball) fand, was sicher auch eher selten ist. Der hat mich schon immer ein bisschen angestachelt. Ich muss so sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein, als ich zu Weihnachten mein erstens Komplettboard bekommen habe und ich weiß noch genau, dass es ein Titus House Brand Board mit so nem Skull drauf war. Wie?! Kein Ingo Naschold Pro-Deck? Nein, haha. Goldene Venture Trucks, die Rollen, puh, das weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich auch Titus Mini-Logos oder so. Und dann begann es bei mir mit dem Skaten eher „schleichend“. Es war jetzt nicht so, dass ich auf einmal nur noch am Skaten war. Es war eher so, ein bisschen Fußball hier, ein bisschen Skaten da. Weißt du, wie ich meine?! Gefühlt habe ich echt alles, was irgendwie mit Sport zu tun hatte, durchgezogen. Hier Fußball, da Tischtennis, Leichtathletik hab ich auch gemacht…gefühlt 1000 Sachen gleichzeitig! Das ist eher selten, oder? Die Meisten sind dann doch eher sofort auf „Skaten und nichts Anderes“. Also, ich weiß noch, dass es bei mir damals so war. Da gab es im kleinen Kölner Vorort Porz-Lind an die 40 Skater. Nein, damals gab es doch nicht mehr Skater als heute, oder? Aber hallo! Damals, Ende der Achtziger, da waren auf dem Mastership in Münster an einem Wochenende 24.000 Besucher, das weiß ich noch zu gut. Krass, das muss man sich mal überlegen: Welcher deutsche Künstler performt vor über 8.000 Zuschauern? Wenn ich mir jetzt so vorstelle, wie es bei einem Street League Contest in LA aussieht, da kannste die Leute auf den Rängen abzählen. Da sitzen vielleicht dann 100 Leute auf den Tribünen, das war es dann aber auch. In Brasilien sieht das noch ganz anders aus, da ist es krass. DA wollen die Leute auch die ganzen Ami-Pros noch sehen, aber in LA sieht man so manchen Pro einfach auch mal auf der Straße oder am Streetspot oder im Park. Egal, das ist dort halt normal. Aber die Tickets sind einfach auch arsch-teuer, keine Ahnung, 80 Dollar oder so. Aber um auf die Anfänge zurückzukommen, wenn ich damals, in den „ersten Tagen“ skaten war, fuhr ich auf der Straße vor unserem Haus mit meinem Bruder und seinen Freunden. Die waren dann halt die Großen, die Älteren. Und gab es dann irgendwann die sogenannte „Initialzündung“, von wegen kein Fußball mehr und nur noch Skaten? Naja, das war schon sehr spät. Als ich meinen ersten Sponsor bekommen habe, habe ich sogar noch (richtig) Fußball gespielt. Wer war denn dein erster Sponsor? Admire… …kommt mir irgendwie auch bekannt vor. Kann sein, Daniel Ledermann ist übrigens auch dafür gefahren. Das war die Firma, die das selbe Logo wie SWEET hatte. Da stand eins zu eins „Admire Skateboards“ drauf. Ludi: Jaman, ich weiß noch, ich habe mal die Logos vergleichen und es war wirklich eins zu eins. Matze Wieschermann ist auch mal dafür gefahren… WTF!? Aber ich glaube, ich war nicht mal einen Monat da drauf. Dann kam Benni Markstein auf mich zu und dann… Oh, dann ging es doch SO schnell? Ja, das ging super schnell. Ich weiß noch, dass die (Titus) mich nach dem COS Cup in Emsdetten sponsoren wollten. Ich habe dann einen kleinen Clip gefilmt und eine gute Woche später rief Norbert Szombati an und meinte, ich könne für Converse fahren. Nob hat mich auf Facebook geadded und damals dachte ich mir: „Hä, wieso added der mich auf Facebook?“. Anschließend haben wir Nummern ausgetauscht, mal telefoniert und dann hat er mich gefragt, ob ich Bock auf Schuhe habe. Das passte in dem Moment auch gut, da ich damals schon einige Jahre mit Wilko (Grüning) befreundet war, der ja seine Ausbildung in Münster gemacht hat. Ist dir damals das Skaten sowas von leicht gefallen? Ich meine, von Warendorf direkt in die große Münsteraner „Titus Welt“, sag ich jetzt mal… Es geht. Harry (Bulgarin), ein paar Homies und ich kauften uns immer ein NRW Ferienticket und fuhren die ganze Zeit durch den Pott, nicht immer nur nach Münster. Wir gingen wirklich jeden Tag Streetskaten und trafen uns immer in Warendorf am Bahnhof. Dort überlegten wir uns einfach, wo wir denn „heute hinfahren“. Meist ging es erstmal nach Münster, aber wenn wir dann im Zug saßen, kam jemand auf die Idee: „Lass lieber nach Bochum“ – QVC! Gefühlt waren wir da dann jeden dritten Tag und ich bin den ganzen Tag stur die (6er) Treppen runtergesprungen. Und dann war auf einmal nichts mehr mit Fußball und der der ein oder andere weitere Sponsor kam wie von selbst? Nein, dann war Fußball vorbei. Mein Trainer wollte irgendwann auch sowas wie eine Entscheidung, von wegen „was willst du denn jetzt wirklich machen?“. Und DA wurde mir erstmals wirklich klar, was ich wollte. Ich bin dann auch nicht mehr zu Training gegangen und die Lust ließ dann nach. Hier und da, wenn es zum Beispiel mal geregnet hat, bin ich nochmal zum Training, aber vom Herzen her wollte ich zu diesem Zeitpunkt schon nur noch nur Skaten. …und dann kamen die „T-Mobile Playgrounds“!? …ja, dann kamen die Playgrounds! Und da hast du dann mit 14 Jahren Shane O´Neill abgezogen? Ja, aber der Park war sooo kacke, so ein scheiß BMX Park. Sowas hasse ich eigentlich. Ich hatte halt einfach auch ein bisschen Glück, dass Shane gefühlt nicht einen Trick geschafft hat. Er hatte, glaube ich, auch gar keinen Bock auf den Contest… Aber Der Contest war für dich doch auch ein guter „Boost“, oder? Auf jeden Fall!  Wo wir bei Pros und Shane (O´Neill) sind: Hast du eigentlich je einen Top-Pro als Vorbild gehabt? Einen „Video-Helden“, irgendwie sowas… Hands down, ohne zu überlegen, Bryan Herman! Er ist seit ich denken kann mein „all-time Favorite“. Baker3 war schon immer mein Lieblingsvideo und Herman sticht da irgendwie heraus. Das Video ist auch schon älter als ich skate und ich kannte das vor Allem durch meinen Bruder. Damals hat man ja auch noch nicht nach Videos gegoogelt. Ich muss aber gestehen, dass mich Videos damals nicht mal sooo krass interessiert haben. Ich meine, irgendwann dann schon, aber als ich angefangen habe, war es komplett irrelevant. Wie war das denn mit (Print-) Magazinen? Klar, also das Monster (Skateboard Magazine) habe ich immer durchgeschaut, aber es war nicht so, dass ich das wirklich studiert habe. Das alles war einfach zu weit weg für mich als Kid. Ich finde es auch heute voll schade, dass für viel junge und gute und aufstrebende Kids kein Bezug dazu herrscht, auch was Videos angeht. Da rede ich mit Ludi und er kenn wirklich JEDES Video in und auswendig. So war es bei MIR auf keinen Fall. Ich hatte meine Favoriten und die habe ich mir dann jeden Tag reingezogen, immer vorm Skaten. Nie was Neues, haha, einfach das, was ich geil fand und was mich motiviert hat. Sowas wie „Trick Tip Videos“ habe ich auch niemals geschaut. Ich hatte mega Glück, dass es in Warendorf immer voll die guten Skater gab, Heiko Haase zum Beispiel.

wobei mein Vater Skaten schon immer cooler als Fussball fand, was sicher auch eher selten ist

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Kickflip to fakie

Und wie fühlst du die heutzutage auf einem Street-League Parcours in Brasilien, wenn du neben einem Chris Joslin oder P-Rod oder so stehst? Kommt das auch für dich immer noch krass oder sind das dann einfach „Skatebuddies, die auch auf’m Parcours sind?“ Klar, ist es irgendwo krass, neben einem P-Rod in der Practise zu stehen auf einem Contest, den man gemeinsam mitfährt. Aber das sind eher Dinge, die mir im Nachhinein vielleicht etwas mehr „Stoke“ geben. Auf dem Event an sich interessiert mich das weniger, da konzentriere ich mich eher auf mich selbst. Bist du da nicht auch mal nervös? Ich meine mich erinnern zu können, dass du mal meintest, dass du vor einen Run immer kacken musst oder so? Nicht kacken, pissen, hahaha! Und ich habe so einen kleinen Tick, dass ich immer vor jedem Try eines Tricks einmal Spucken muss. Das ist echt eine dumme Angewohnheit. Ganz schlimm! Wie?! Vor jedem Try im Run? Ja, also jetzt nicht vor jedem einzelnen Trick bei einem Contest, aber wenn ich beim Streetskaten einen Banger filme oder meinen letzten Trick im Run habe, schon. Deswegen habe ich auch immer so eine „Papp-Fresse“, hahaha. Ticks sind interessant! Kannst du dir erklären, warum das so ist? Keine Ahnung, ehrlich nicht! Vielleicht fuckt mich die Spucke im Mund ab, aber ehrlich gesagt, echt keinen Plan. Und was ist mit Aberglauben? Du bist Zwilling als Sternzeichen, bedeuten dir solche Dinge irgendwas? NULL! Jetzt kommt mir nicht noch mit Horoskopen oder so, hahaha! Karma, ja, aber das ist, denke ich, auch „common sense“ und nichts „Übernatürliches“. Wir waren vorhin schon beim Thema Amerika; fühlst du dich dort wohl oder gehörst du zu den Leuten, die sagen „boah, jetzt muss ich da wieder rüber“? Das soll es ja auch geben, gerade unter Skateboardern, obwohl man immer meinen mag, dass es der Traum eines jeden Skaters ist. Ich für meinen Teil fühle mich zum Beispiel im Großraum LA, also in Südkalifornien, mega wohl. Da bin ich auf jeden Fall auf deiner Seite, kriege aber auch immer wieder aufs Neue einen kleinen Kulturschock. Ich muss sagen, dass mich New York bisher am meisten beeindruckt hat. Ludi: Ich denke, es kommt aber auch darauf an, mit wem man unterwegs ist und was man erlebt. Wenn man in LA die ganze Zeit im Stau steht und nur einen Spot pro Tag fahren kann, ist das sicher auch nicht so geil. Und eine gute Crew ist eben einfach das Wichtigste. Gibt es für dich etwas, was du unbedingt als Erstes machen musst, wenn du in LA gelandet bist? Boah, sorry, aber einmal In-N-Out muss einfach sein. Und ey, „Four Loko“, den Drink musst dir mal geben. Das ist quasi wie flüssiges Kokain! Ludi: Ich habe das mal gegoogelt, das ist so stark wie 10 Tassen Kaffee… Wie viele Becher haben wir davon getrunken? Zwei?! Oder Drei?! Das sind so 0,7er Dosen. Danach waren wir sowas von geballert, haben uns auf die Schnauze gehauen, ’nen Filmriss bekommen. Wir waren sowas von am Arsch, sag ich dir! Tillman Richter war dabei. Er war nüchtern und dachte, wir seien ernsthaft verrückt geworden. Das war in New York und von dem Trip gibt es einige verrückte Stories. Einmal hat uns Nikki, die Vermieterin unseres Airbnb, zu einer Geburtstagsparty eingeladen. Wir haben sie erstmal auf Instagram abgecheckt und sie hatte so 30.000 Posts oder so und hat am Tag locker 10 Sachen gepostet. Wir sind zu so einem Club, in dem außer uns nur Schwarze waren. Sie hatte da eine kleine VIP-Area gemietet, wo es free Drinks gab, mit Vodka und allem Drum und Dran. Außerdem standen auch Shishas rum und Ludi fiel erstmal besoffen in eine rein und dabei mit der Hand oder besser dem Finger voll in die Glut. Das gab die krasseste Blase, die ich jemals gesehen habe. Mit der Aktion erregte er natürlich auch etwas Aufmerksamkeit und auf einmal standen da die ganzen schwarzen Kanten um uns komplett besoffene Deutsche herum. Ludi hat dann die zwei Liter Voddy genommen und sie zum Abkühlen über seine Finger gekippt – oder zum Desinfizieren, ich weiß es auch nicht mehr. Ludi: Ich weiß auch nicht mehr, warum. Aber die Blase wurde immer fetter und irgendwann musste ich sie aufpieksen, damit das Wundwasser rauslaufen konnte. Bei dem Pegel war das natürlich nicht allzu kontrolliert und einmal habe ich genau in Tillmans (Richter) Gesicht gespritzt, hahaha.

Es war jetzt nicht so, dass ich auf einmal nur noch am Skaten war

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bs Nosebluntslide

Also würdest du schon New York der Westküste vorziehen? Im Winter ganz sicher nicht, aber wenn ich drei Monate oder so drüben wäre, wäre ich sicher lieber in New York, allein schon, weil man da nicht jeden Tag im Auto sitzen muss. Und wenn es um das Thema „dort ist alles so rough“ geht, muss ich sagen, dass ich das nie wirklich so empfunden habe. Da gibt es schon Schlimmeres, Duisburg zum Beispiel, hahaha. Ludi: Als wir in Seattle waren, war es zehnmal schlimmer. Da ist mal alles rough, sag ich dir! Also wenn ich irgendwo in die USA ziehen würde, wäre es sicher New York. Gibt es ansonsten irgendwelche Länder oder Städte, die du mit dem Skateboard unheimlich gerne mal bereisen würdest? Puh, also zunächst einmal muss ich sagen, dass Köln echt ziemlich nah an meine Traumvorstellung einer „guten Stadt zum Skaten“ herankommt. Man lebt dort sehr zentral, der Pott ist um die Ecke, es gibt gute Streetspots und viele ansprechende Parks. Zudem finde ich die Szene und die Homies dort sehr ausgewogen und „normal“. Es gibt immer jemanden, der Bock hat, Skaten zu gehen. Max Pack hat immer Bock zu filmen und Jan Hoffman ist immer am Start. Es ist einfach alles perfekt dort. Zudem ist der Flughafen direkt um die Ecke, was bei meinen vielen Reisen schon sehr relevant ist. Von Warendorf war das früher immer der übelste Krampf, nach Düsseldorf zum Flieger zu kommen. Du bist also schon jemand, der gerne auch andere Skater dabeihat, wenn du auf Mission gehst? Es gibt ja auch Leute, die lieber mit Filmer und Fotografen alleine losziehen… Neee, so einer bin ich gar nicht, nur mit Filmer und Fotograf ist voll scheiße! Wenn ich mal ein paar Jahre zurückspule, bevor Vladik auch auf Red Bull war, ist er ab und zu bei meinen ersten (Red Bull) Touren mitgekommen, quasi als mein Motivator. Damals stand es noch nicht mal zur Debatte, dass er auch für Red Bull fährt oder fahren soll. Das hat dann noch etwa zwei Jahre gedauert, bis er auch dabei war. Du wurdest also schon sehr früh von Red Bull gesponsert, oder? Ja, voll früh, mit 15 Jahren, ein Jahr nach dem Playgrounds Contest. Mal was ganz Anderes: Gibt es etwas im Leben, das dich so richtig auf die Palme bringen kann? Stau auf der Autobahn! Ansonsten schlechtes Wetter, klar. Ansonsten…Ludi: Wenn ich Jost beim Filmen Sprüche reindrücke, kann er sich schonmal richtig abfucken, aber eher auf die motivierende Art, so nach dem Motto, dass er dann denkt „dem Ludi zeig ich’s jetzt“! Das funktioniert so richtig gut bei Justin Sommer. Oder wenn ’ne geile Perle vorbeigelaufen kommt, dann geht er auch immer drauf. Dann brüllt er, „für die Alte“ und landet den Trick auch meistens

ein paar Homies und ich kauften uns immer ein NRW Ferienticket und fuhren die ganze Zeit durch den Pott

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bs Tailslide

Um nochmal drauf zurückzukommen: Außer Köln, was wäre da noch interessant für dich? Gäbe es etwas Exotisches, wo du gerne mal hinfahren würdest? Ne, wenn nicht Köln, dann Barca, hahaha. Irgendwann würde ich vielleicht gerne mal nach Bangkok reisen, aber dafür habe ich ja noch lange Zeit. Oh, und Kapstadt, wo ich mich befinden werde, wenn das Interview rauskommt. DA freue ich mich richtig drauf! UND auf Russland freue ich mich. Wir machen bald eine Titus Tour nach Moskau. DAS wird sicher eine geile Erfahrung. Und wo ich auch noch nie Skaten war, ist Frankfurt, hahaha. DA will ich dieses Jahr auch unbedingt mal hin.  Können wir gerne mal zusammen machen, da kenne ich mich ganz gut aus. Oh, wo wir gerade quasi nahe dem Rheingau sind, trinkst du lieber Rot- oder Weißwein? Rotwein. Wobei, wenn man sich wegknallen will, ist Weißwein geiler. Oh shit, da fällt mir ein, wie wir uns in Barcelona mal mit Weißwein-Sprite-Mischen weggeknallt haben. Ludi, Herzmann und ich waren im Apartment und haben Pizza gemacht. Dabei haben wir ein paar dieser Mischen getrunken und uns anschließend noch Gin gekauft. Danach wollten wir noch feiern gehen, aber Ludi sollte mir vorher noch ein paar Nackenhaare wegrasieren. ER ist dann aber „so ganz aus Versehen“ nach oben hin „ausgerutscht“ und hat mir ohne Aufsatz eine fette Furche reinrasiert. Seit ich denken kann, habe ich längere Haare, und ich denke mir nur so: „Fuck, Ludi, aber hey, du darfst mir jetzt den kompletten Kopf rasieren, aber DU musst dann auch!“. Wir rasierten uns also beide den Kopf, zwar mit Aufsatz, aber dennoch sehr kurz, 3mm oder so. Als wir dann rausgegangen sind, war irgendwie alles zu, also haben wir uns weiter mit Bier abgedichtet. Am nächsten Morgen hatte ich einen kompletten Filmriss und ich weiß noch, dass ich sofort nach dem Aufwachen dachte „Fuck, habe ich mir gestern den Kopf rasiert?“. Ich fühle also drüber, denke mir nur „Fuck!“. Direkt neben dem Bett war ein Spiegel, in den ich den ganzen Tag nicht einmal schauen konnte oder wollte. Immer mit Scheuklappen dran vorbei. Das habe ich auch den kompletten ersten Tag geschafft, aber am zweiten Tag ging es nicht mehr anders. Und DANN habe ich erst das komplette Desaster gesehen, überall waren Stoppeln, hinter den Ohren ganze Büschel, es sah SO räudig aus, hahaha. Das kann ich mir vorstellen. Sag mal, Jost, was ist denn eigentlich DEINE persönliche Sichtweise zum Thema Olympia? Schließlich bist DU doch derjenige Deutsche, der es am ehesten schaffen könnte, oder? Naja, also zusammen mit Denny (Pham) und Alex (Mizurov) bin ich im A-Kader, also in der Fachsprache dem Perspektiv-Kader. Aber willst du wirklich über Olympia sprechen… Aber hallo, Wenn mich etwas interessiert, ist es, wie einer der Fahrer das Ganze bewertet! Ich, zum Beispiel, bin da zwiegespalten. Einerseits gibt es IOC und World Skate Institutionen, die sich an Skateboarding bereichern und wenig bis nichts zurückgeben, andererseits habe ich auch voll Bock, mir das ganze im Sommer nachts im Fernsehen anzuschauen. Schön mit ein paar Homies Skateboarding im Medallienkampf erleben… Nun ja, also grundsätzlich finde ich es erstmal gut, weil ich sonst ja wohl kaum teilnehmen würde. Ich denke mir in der Tat, dass es Skaten eher weiterbringen wird und Skateboarding dadurch sicher auch keinen „Schaden nimmt“, wie manche vielleicht befürchten. Ich denke auch, dass besonders Leute, die niemals eine Chance hätten, daran in welcher Form auch immer teilzunehmen, am lautesten dagegen schreien. Aber es ist wie mit allen Sachen: Ob man es cool findet oder nicht, muss man für sich selbst entscheiden.

Das Video ist auch schon älter als ich skate und ich kannte das vor allem durch meinen Bruder

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360 Flip

Findest du es scheiße, machst du keine Olympia-TV-Party im Sommer, sondern gehst selber skaten. Kaputt machen wird es Skaten sowieso nicht, da das in den letzten 30 Jahren weder durch die X-Games am Anfang noch durch die heutige Street-League geschehen ist. Das sind ja auf Wettkampfebene ähnliche Events. Und auch, wenn dadurch immer mehr Parks gebaut werden, wird das Ganze das Streetskaten auch nicht „zerstören“. Weißt du eigentlich, was du als Deutscher für eine Goldmedaille bekommen würdest? Also, nicht von den Sponsoren, sondern vom Staat? Ne, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Auch mit den Punkten und dem dahinterstehenden System habe ich mich noch nie eingehend befasst. Denny ist da viel tiefer drin, der checkt schon immer ab, was er wie und wo am Besten für einen Contest mitfahren sollte. Ich fahre einfach immer nur mit, gebe mein Bestes und schaue, was am Ende dabei herauskommt. Ich bekomme nahezu täglich irgendwelche Info-Mails, aber die lese ich mir auch nicht alle durch. Ich bin auch mal gespannt, wie das überhaupt mit dem Zeigen von Sponsoren-Logos gehandhabt wird. Auf Adidas Schuhen sind ja, zum Beispiel, IMMER drei Streifen drauf. Kommendes Wochenende fährst du ja auch nach Kassel auf so ein Olympia-Meeting. Worum wird es dabei gehen? Da machen sie Gesundheitschecks und all so ein Kram. Das wird eher unspektakulär. Ist ja quasi wie früher bei der Musterung. In den Genuss bist du nie gekommen, zwischen Bundeswehr oder Zivildienst wählen zu müssen? Nein, zum Glück nicht! Und ich wäre auch für kein Geld der Welt zum Bund gegangen. Du hast also ganz eigenständig gelernt, dein Bett ordentlich zu machen? Ja. Zumindest seitdem ich in Köln wohne, hahaha. Wie oft wird das Bad geputzt? Das macht immer mein Mitbewohner. Der kriegt dann ein paar Red Bull dafür und gut ist, hahaha. Ich kümmere mich eher ums Wohnzimmer. Läuft dein Fernseher mittlerweile? Haha, ne, guck dir mal den Kolben an, da geht nicht viel. Außer unsere Nintendo 64 Konsole, die läuft darauf super. Als es letztens die ganze Woche durchgeregnet hat, habe ich mal wieder Tony Hawk’s Pro Skater durchgezockt, drei Tage am Stück. Aber einen besonderen Tick hast du nicht, oder? Zum Beispiel dreimal schauen, ob der Herd aus ist oder so? Ne, wobei, doch, das Fenster muss beim Schlafen immer offen sein. Egal, wie kalt es draußen ist. Sonst stinkt es immer so nach ausgeschwitztem Restalkohol, hahaha. Bevor du skatest, wärmst du dich da richtig bewusst auf? Hast du eine Black-Roll oder so? Naja, also ich brauche gefühlt schon immer ziemlich lange, bis ich warm bin. Das kann dauern, bis der erste anständige Kickflip kommt. Wenn ich mir dagegen andere in meinem Alter anschaue… Wer ist denn deiner Meinung nach momentan Deutschlands progressivster Skater? Ike Fromme, Justin Sommer und Jan Hoffman. Bäm! Die drei werden in den nächsten Jahren sicher noch für einige offene Münder sorgen. Ich finde ja Reece (Knobloch) super krass! Ludi: Stimmt, ich habe mir letztens auch mal vor Augen geführt, dass in fünf Jahren so ziemlich alle aus dem Titus Skateboards Team, außer du Jost und Blessing, über 30 sein werden. Dann ist Reece erst 20 Jahre alt. Das stimmt. Boah, wie er letztens mit ’nem Heelflip von der Platform ins Flat gemoscht ist, sowas von stumpf „runter da“. Ich musste Ludi direkt ’ne Sprachnachricht schicken und hab’ ihm vorgeschlagen, mit Reece sofort nach El Toro zu gehen. Aber leider gibt es den Spot ja nicht mehr. Du fährst eher weniger Stufen, oder Jost? Naja, in den letzten Jahren echt sehr wenig. Ich weiß auch nicht mehr, wann Ludi und ich das letzte Mal einen Stufentrick gefilmt haben

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Impossible Lipslide fakie

Double Sets über ’ne Ledge, die seitlich an den Stufen ist, Blöcke, eine Kette unten, alles das schon und auch gerne, aber so ganz simple Stufen schocken mich irgendwie nicht (mehr). Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch eine „Art“ von Spot skaten könntest, was würdest du wählen? Ein Mannypad, würde ich mal sagen. Ey Ludi, da fällt mir ein, ich bekomme noch 1.350 Euro von dir! Vor zwei Jahren oder so habe ich einen Treflip Nosemanual Nollie Flip probiert. Da meinte Ludi, dass ich 1.200 Euro von ihm kriege, wenn ich den schaffe – aber ich habe sie bis heute nicht bekommen. Der Trick war auch im Titus „Ups and Downs“ Video zu sehen. Was turnt dich momentan so richtig an im Skateboarding, was motiviert dich so hart, dass du denkst, „SO, jetzt muss ich ganz dringend auch rausgehen und fahren?“ Auch wenn es auf den ersten Blick eigentlich gar nicht so zu mir und meinem Skaten passen mag, ist es Gustav Tonessen. Der skatet Spots, bei denen du dir einfach denkst, „Mann, das ist nicht mal ein Spot“ und dann macht er da auch noch einen unmöglichen Trick. Sein letzter Part für Adidas war sowas von unmenschlich gut! Und natürlich auch Mark Suciu. Der hätte auch gut und gerne SOTY werden dürfen. Außerdem hätte ich den Kickflip in die Car-Wash Bank von Dustin Dollin gesehen. Ob der allerdings die Kraft hätte, da noch runter zu fahren, ich wage es zu bezweifeln, hahaha. Welchen Trick wirst du niemals anständig beherrschen, Jost? Nollie Flips, die gehen, wenn überhaupt nur aus einem Nosemanual heraus, hahaha! Nollie Treflips kann ich auch so gar nicht. Bei einem Game of Skate oder so würde ich sicher einen hingewürgt bekommen, aber grundsätzlich fühlt sich für mich nichts verkehrter im Skaten an, als dieser Trick. Falsche Technik einfach, Ludi sagt immer, ich habe zu wenig Spannung. Gibt es einen Sponsor, den du niemals annehmen würdest? Ja, McDonalds! Ludi: Das wäre doch der beste Sponsor der Welt. Das würde ich auf jeden Fall machen! Ne, das würde ich niemals machen. Aber da gäbe es sicher auch noch ein paar andere Companies, Mägges fällt mir gerade nur spontan ein. Wobei, man sollte niemals nie sagen, wenn die Kohle stimmt… Ludi: Aber Red Bull und McDonalds sind doch…eigentlich dasselbe, oder? Naja, es geht so, da ich keinen Kaffee trinke, ist Red Bull der einzige Wachmacher den ich zu mir nehme. Außerdem kann man Red Bull gut mit Wodka mischen, hahaha. Bist du mich aber in einen Mägges kriegst, muss ich schon verdammt ausgehungert sein.  Zu guter Letzt, was bedeutet für dich Glück im Leben? Gesundheit, Frieden für alle Völker auf der Welt, hahaha! Keine scheiß Politiker. Früher hat mich das alles einen Scheiß interessiert, aber wenn man heute die Nachrichten schaut, bekommt man nur negative Sachen präsentiert. Da kann ich schon gut verstehen, dass Menschen irgendwann verbittert sind, je mehr sie davon sehen. Dabei passieren ja auch gute Dinge. Ich denke, es macht viele Menschen einfach unglücklich(er), wenn sie zu viel über Politik oder schlechte Nachrichten nachdenken. Ich hatte bei der Frage eher an etwas Materielles gedacht, wobei ich es natürlich cool finde, dass Dir das bei der Frage eben NICHT als Erstes in den Sinn kommt. Dennoch, wie steht’s mit dem Reihenhaus, einer Frau, zwei Kindern, ein Junge, ein Mädchen? Ist das dein finales Lebensziel? Ich kann mir schon vorstellen, auszuwandern, wenn ich älter bin, ein Haus am See zu besitzen, Frau und Kind zu haben, ja doch. Und wenn ich 70 Jahre alt bin, paddle ich mit einem kleinen Boot über den See, die Angel im Wasser und trinke mir dabei genüsslich einen Whiskey Cola. Ja, das kann ich mir gut vorstellen!  Jost fährt für Titus Skateboards, Red Bull, adidas, ACE Trucks, Bronson, Bones Wheels, Lousy Living, MOB Griptape und Wemoto

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