Belgien Fritour 2018

BELGIEN
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FRITOUR
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BELGIEN
FRITOUR 
2018

Andre Gerlich & Tobi Lehne – bs Wallride

Text – Tobi Lehne

Fotos – Fabian Reichenbach

Andre Gerlich & Tobi Lehne 

bs Wallride

Fotos

Fabian Reichenbach

Text

Tobi Lehne

Ende September 2018 starteten wir unsere einwöchige Tour durch Belgien, dem Land der Pommes, des Bieres und der Schokolade. Mit von der Partie waren Andre Gerlich, Thomas Weber, Filmer Felix Hempel, Fotograf Fabian Reichenbach und ich, Tobi Lehne.

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Tobi Lehne – Wallie
Andre Gerlich – bs Wallride

Eine gute Woche vorher musste ich ungeplant in mein Auto investieren. Daher war ich mir nicht sicher, ob es noch rechtzeitig repariert werden kann. Es musste aber laufen, denn das Auto war unser Tourmobil. Den Jungs hatte ich davon noch nichts erzählt, denn ich wollte keine Panik verbreiten. Die Zündkerzen, die Zündspule und andere Verschleißteile mussten getauscht werden.

Genau einen Tag vor der Tour wurde es dann fertig, in der Hoffnung, dass in der kommenden Woche alles gut geht. Unsere Tour begann mit einer langen Fahrt von Hannover nach Köln, wo wir Fabi einsammelten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Holland führte uns unser Weg über belgische Straßen mit katastrophalen Straßenverhältnissen. Am Abend kamen wir an unserem Ziel an: Nieuw-poort.

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Tobi Lehne – fs Slappy sw Crooks
Andre Gerlich – bs Wallride

In dieser kleinen Stadt an der Küste Belgiens hatte Felix uns einen Bungalow gebucht. Von dort aus konnten wir in den nächsten Tagen zahlreiche Städte ansteuern. Am nächsten Morgen ging es früh los. Alle waren motiviert, nachdem wir den ersten Tag nur im Auto gesessen waren. Der erste Stopp war De Panne, gefolgt von Nieuwpoort und Ostende. Da sich keiner von uns auskannte, gingen wir mit dem Auto und mit Hilfe von Maps auf Spotsuche. Jeder Spot, der von der Straße aus verlockend aussah, wurde abgecheckt. Für mich als Fahrer war das nicht immer leicht, denn es zog sich. Unbekannte Straßen und eine dicke Erkältung machten mir zu schaffen. Im engen Auto war natürlich auch die Ansteckungsgefahr ziemlich groß, was sich im weiteren Verlauf der Tour auch bestätigte. Alle waren am Ende der Tour etwas angeschlagen, Omas hat es sogar richtig erwischt.

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Andre Gerlich – fs Ollie’s

Am Ende des Tages, der dann doch einige Spots zu bieten hatte, ging es in eine Frituur. Die erste von vielen. Die riesen Portionen belgischer Pommes waren nicht zu schaffen, aber geschmacklich haben sie auf jeden Fall überzeugt. Am nächsten Tag ging es nach Antwerpen. Dort konnten wir direkt ein paar Spots finden, die wir uns vorher herausgesucht hatten. Leider hatte es dort auch zwischendurch etwas geregnet. Insgesamt war das Wetter während der Tour aber völlig okay. Es gab keinen Tag, der völlig verregnet war.

Unser Plan für den Abend war eigentlich, etwas im Bungalow zu kochen. Daraus wurde aber nichts, da in Belgien die Supermärkte nur bis maximal 21 Uhr geöffnet haben. Um diese Uhrzeit waren wir natürlich noch unterwegs. Wir landeten also in Nieuwpoort bei einem Food-Automaten, der uns jedoch nicht überzeugen konnte. Schließlich kauften wir uns in einem Kiosk irgendeinen Fraß mit dem Plan, am nächsten Tag wirklich etwas zu kochen. Am nächsten Morgen ging es nach einem kurzen Warm-up in einem Skatepark in Ostende nach Brügge. Am Ortseingang hielten wir für einen Mittagssnack, natürlich bei einer Frituur. Dort machten wir legendäre Aufnahmen und uns wurde klar, welchen Namen diese Tour verdient hatte: Die FriTour.

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Andre Gerlich – Ollie
Tobi Lehne – fs Feeble

Die Stadt Brügge durfte auf keinen Fall fehlen, da es dort wunderschön sein sollte. Und das hat sich dann auch bestätigt. Ich war von der Stadt auf jeden Fall begeistert und ich denke, den anderen ging es genauso. Neben zahlreichen Besuchen in diversen Schokoladenläden, in denen jeder von uns etwas probieren musste, steuerten wir auch Geschäfte mit belgischen Waffeln an. Die waren echt pervers. Neben einer kurzen Sightseeing-Tour an Kanälen und mittelalterlichen Gebäuden vorbei, hielten wir auch nach Spots Ausschau. Es war nicht leicht dort, aber ein paar konnten wir sogar finden.

Brüssel, die Hauptstadt Belgiens und der Sitz des europäischen Parlaments, war unser nächstes Ziel für den folgenden Tag. Nach circa eineinhalb Stunden Fahrt kamen wir an und mussten wieder ohne einen Spotguide auf die Spotsuche gehen. Einige konnten wir durch eine Spotmap ganz gut finden. Leider war das verbunden mit viel Autofahren und das ist auf jeden Fall kein Spaß in Brüssel. Für mich war das die Hölle und viel zu chaotisch. Aus zwei Spuren im Kreisel wurden auf einmal vier.

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Andre Gerlich – fs Wallride
Early Grab 5-0 & Boardslide to fakie

Neben Spots direkt am Bruxelles-Central gibt es direkt auf dem Parlamentsgelände einen Haufen Marmor-Ledges. Dort ist Skaten anscheinend gestattet. Es war ziemlich überraschend, denn es gab keine Securities, die uns dort gebusted haben, nur ein paar Soldaten, die aber nichts dagegen hatten.

Am vorletzten Tag sind wir für einen kleinen Abstecher nach Frankreich gefahren. Lille war unser Ziel, welches direkt mit einem stylischen Curt-Spot startete, bei dem Fabi auch mal vor und nicht hinter der Linse stand und Lines eintüten konnte. Obwohl diese Stadt auch unbekannt für uns war, konnten wir das Beste draus machen.

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Thomas Weber – bs Tailslide

Zurück im Bungalow hatte ich vor, uns meine berühmte Tortellini-Pfanne zu kochen. Die wurde durch die vielen unbekannten Produkte nur leider nichts. Am letzten Tag hieß es früh aufstehen. Über Brüssel und Antwerpen stand die Rückfahrt Richtung Köln an. In Brüssel hielten wir noch einmal beim Atomium. Wir hätten nicht gedacht, dass das Ding so riesig ist: 102 Meter hoch. Weiter ging es, um keine Zeit zu verlieren, zum DIY Spot nach Mechelen, einer Stadt zwischen Antwerpen und Brüssel. Dort trafen wir auch die Locals an, die den Park gebaut hatten. Da sie ein paar der Rampen abschliffen, konnten wir nur einen kleinen Teil befahren. Man möchte ja nicht unhöflich sein.

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Andre Gerlich – slappy bs Tailslide

Nach dieser kurzen, aber guten Session mussten wir auch schon weiter. Den geplanten Zwischenstopp in Holland haben wir nicht mehr geschafft, da Fabi seinen Zug in Köln erwischen musste. Schließlich mussten wir uns aber doch keinen Stress mehr machen. Eine mit Fabi befreundete Band nahm ihn mit nach Hause. Ab Köln übernahm Felix den restlichen Heimweg bis kurz vor Hannover. Eine kurze Pause für mich, nachdem ich die gesamte Tour durchgefahren war. Als ich zu Hause war, standen auf dem Kilometerzähler ziemlich genau 2.500 Kilometer. Und die waren nur in der vergangenen Woche zusammengekommen.

Vier Länder, zahlreiche Städte und unzählige Stunden im Auto waren es am Ende. Zum Glück ging alles mit dem Auto gut und wir hatten keine Probleme. Fettiges Essen aus der Frituur werden wir nicht vermissen, aber eine Kostprobe war es auf jeden Fall wert. Autofahren in Belgien kann ich zwar nicht empfehlen, aber trotzdem ist das Land auf jeden Fall eine Reise wert, vor allem mit so guten Menschen, wie auf dieser Tour.

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