Antiz Tour nach Kroatien

ANTIZ TOUR

NACH KROATIEN

Fotos & Text Fabien Ponsero

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Fotos & Text Fabien Ponsero

Ich  schätze, diese Antiz Tour war aus verschiedenen Gründen eine Art Klischee. Wir sind eine Gruppe cleverer Jungs. Wer sonst kommt auf die Idee, lieber nach Wien zu fliegen als direkt nach Split, so wie wahrscheinlich die meisten Menschen. Egal, denn wir fanden diese Idee besser und lustiger. Außerdem konnten wir so ein paar Freunde besuchen, während wir auf Peter warteten, der den „Jagger-Van“ von Bratislava nach Wien fuhr. Peter hatte, nachdem er uns schließlich abgeholt hatte, den größten Spaß von uns allen. Bei solchen Touren ist es besonders wichtig, dem Fahrer die volle Unterstützung zu zeigen, indem man tonnenweise kaltes Bier trinkt und lästig ist und dieses eine Lied immer und immer wieder singt. Neben Peter mussten wir auch auf unseren „CO2-neutralen“ Samu warten, der mit dem Bus aus Helsinki kam, um die „super schmutzigen“ Flüge zu vermeiden.

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Samu Karvonen
bs Tailslide

Ich denke, er war mit Abstand der Klügste von uns allen. Mit ungefähr fünf bis acht Bussen fast 24 Stunden lang unterwegs zu sein, um dann sofort für weitere 700 km im Van zu sitzen, muss fast schon als beste Entscheidung aller Zeiten gesehen werden. Nachdem wir alle eingesammelt hatten, konnte es nach Split gehen. In der Nähe von Maribor in Slowenien legten wir aber noch einen Zwischenstopp ein und besuchten Dominik Dietrichs. Dom ist zwar ein Teil der Antiz-Familie, aber er hat sich vom Skaten verabschiedet und lebt mit seiner Freundin und ihren beiden Kindern auf dem slowenischen Land.

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Peter Molec

fs Boardslide

Dom lebt den Traum vieler Menschen. Er hat einen riesigen Garten, in dem er sein eigenes Gemüse erntet, baut und repariert sein eigenes Haus und beherbergt Menschen mit ähnlichen Lebensentwürfen aus der ganzen Welt. Die beiden hatten beschlossen, sich von Babylon zu entfernen und das auch in die Tat umgesetzt. Ich glaube, sein erster Sohn hat noch nie etwas gegessen, das in Kontakt mit Produkten von Monsanto und Co. gekommen ist. Pure Inspiration!

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Samu Karvonen

Manual Transfer

Das zweite Antiz-Klischee dieser Reise war der Ort, an dem wir in Split übernachteten: Nämlich in einem Bunker! Er befindet sich unter einem Parkplatz und selbst wenn die Sonne scheint, tropft es von der Decke. Im Inneren haben die Locals auf eigene Kosten eine Mini-Ramp, ein Bowl und einen BMX-Kurs gebaut. Sie waren dabei auf sich alleine gestellt und bekamen keine Unterstützung durch die Stadt. Das Geld kam durch ein paar Konzerte und das dort verkaufte Bier zusammen. Respekt dafür an dieser Stelle! Einen Bunker als Übernachtungsort zu haben, bringt neben der außergewöhnlichen Kulisse auch einige Nachteile mit sich. Es ist ziemlich feucht und erstaunlich kalt. Man hat weder Fenster, noch Frischluft. Das macht es schwierig, nach den Unmengen an Bieren wieder aufzuwachen, die man am Vorabend getrunken hat. Versteht mich nicht falsch! Ich beschwere mich definitiv nicht darüber.

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Samu Karvonen

bs Nosebonk

Es hat uns viel mehr amüsiert, da wir auf unseren Reisen immer strange Schlafplätze finden. Nochmals vielen Dank an die Locals, die uns ihre Tür geöffnet und viele kalte Biere mit uns geteilt haben. Apropos Locals: Wir haben den Besten von allen namens Lucas gefunden. Abgesehen davon, dass er uns die besten Plätze zur richtigen Tageszeit zeigte, uns die die Security vom Hals hielt und eigentlich immer zur Stelle war, hat er uns sogar dazu gebracht, nicht jede Nacht zu kochen. Das ist eigentlich ein weiteres Antiz-Klischee, oder besser gesagt Ritual, denn wir kochen auf Tour oft nachts noch zusammen.

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Samu Karvonen

bs Nosebonk

Das sind immer schöne Momente, die uns näher zusammenbringen wie eine echte Familie, aber manchmal ist man halt müde und lässt sich lieber in einem Lokal bedienen. Gut, dass uns Lucas seine „Kantine“ gezeigt hat. Dieses kleine Restaurant hat perfekte Arbeit geleistet. Wir kamen immer ein wenig zu spät, sodass die Bedienung uns jeden Abend die gleiche Gulaschsuppe servierte, um den Topf zum Feierabend auch leer zu haben, aber keiner von uns beschwerte sich über mangelnde Auswahl. Außerdem: Wer diese Suppe probiert hatte, wollte sowieso nichts Anderes dort essen. So gut war sie!

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Roland Hirsch

bs Ollie

Was noch?! Ich könnte euch von den verlorenen, betrunkenen Menschen auf der Straße erzählen, den wahren Legenden, von den hirntoten Hooligans, die wir dort gesehen haben, dem Berg, auf dem uns der irre Wind fast weggeblasen hätte, von der Schönheit von Split und seinen typischen gelben Blumen, von den gelegentlichen Duschmissionen bei Lucas Mutter oder der Menge an Burek, die wir gegessen haben. Allerdings ging diese Woche viel zu schnell vorbei. Uns blieb nichts Anderes übrig, als uns ein paar kalte Biere zu kaufen und uns Richtung Norden aufzumachen, um unsere Flüge in Wien zu erwischen.

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Peter Molec

fs Noseslide

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Roland Hirsch

bs Bluntslide

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